Hallo und Guten Tag!

Donnerstag, den 17. Mai 2012

Herzlich willkommen auf der Internetseite der DKP – Hamburg




"Es sind die niedrigsten Interessen - gemeine Habgier, brutale Genußsucht, schmutziger Geiz, eigensüchtiger Raub am Gemeinbesitz -, die die neue, zivilisierte, die Klassengesellschaft einweihen; …." (Der Ursprung der Familie, MEW 21, S. 97)

In der Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb Friedrich Engels diese Worte und heute, etwa 160 Jahre danach, sind sie noch immer gültig. Vielleicht hat ihre Geltung in einer Zeit neoliberaler Wirtschaftspolitik und globaler Vernetzung eine noch grössere Bedeutung.
Thomas Mann – sicher kein Wegbereiter sozialistischer oder kommunistischer Ideen - schrieb:

"Der Kommunismus ist als Vision viel älter als der Marxismus und enthält auch wieder Elemente, die erst einer Zukunftswelt angehören. Älter ist er, weil schon die religiösen Volksbewegungen des Mittelalters einen eschatologisch-kommunistischen Charakter hatten: schon damals sollten Erde, Wasser, Luft, das Wild, die Fische und Vögel allen gemeinsam gehören, auch die Herren sollten um das tägliche Brot arbeiten, und alle Lasten und Steuern sollten aufgehoben sein. So ist der Kommunismus älter als Marx und das 19. Jahrhundert. Der Zukunft aber gehört er an insofern, als die Welt, die nach uns kommt, in der unsere Kinder und Enkel leben werden, und die langsam ihre Umrisse zu enthüllen beginnt, schwerlich ohne kommunistische Züge vorzustellen ist: d. h., ohne die Grundidee des gemeinsamen Besitz- und Genußrechts an den Gütern der Erde, ohne fortschreitende Einebnung der Klassenunterschiede, ohne das Recht auf Arbeit und die Pflicht zur Arbeit für alle." (Aus einem Artikel Thomas Manns "Der Antibolschewismus – Die Grundtorheit unserer Epoche" 1946

Schaue ich mir heute unsere Welt an stelle ich fest, dass Thomas Mann vor etwa 60 Jahren unseren aktuellen Zustand weitgehend vorausgesehen hat. Statt allen Menschen ein würdiges Leben zu geben – es ist bewiesen, dass dies heute möglich ist - geht die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen Menschen, die kein ausreichendes Auskommen haben und solchen, die im Überfluss leben und dafür nicht arbeiten müssen immer weiter auseinander.

In der deutschen Geschichte ist aus einer Notsituation grosser Bevölkerungsteile ein abscheulicher Faschismus entstanden. Dies müssen wir verhindern. Es ist der Wille der Kommunisten, dass hier für Abhilfe gesorgt wird. Wir sehen es auch als eine Verpflichtung an.

In breiten Kreisen der Bevölkerung ist der Kommunismus noch immer negativ besetzt. Man denkt an staatliche Unrechtsysteme, die es mit Sicherheit gegeben hat und auch noch gibt. Wir als Kommunisten in Hamburg wollen dem entgegenwirken: wir bekämpfen mit unseren Möglichkeiten die Ursachen von Armut und Ausbeutung, die Konzentration des Reichtums auf einige wenige. Wir wehren uns gegen Sozial- und Demokratieabbau, gegen Kriege und Einsatz der Bundeswehr in diesen. Wir leisten in Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Initiativen und Organisationen Widerstand gegen einen aufkeimenden Neofaschismus und das Wachsen dieser Gruppen.

Wir wollen, dass jeder Mensch in Frieden lebt – in seinem Wohnumfeld, in seiner Stadt, in Deutschland, in Europa und der ganzen Welt. Wir wollen keinen Rassismus, keinen Faschismus, keinen Chauvinismus, keinen Hass.

Wir wollen Tatsachen und Grundlagen für ein würdiges Leben schaffen, keinen Ruhm ernten. Der grosse kubanische Poet und Revolutionär José Martí sagte: „Toda la gloria del mundo cabe en un grano de maiz“ (Aller Ruhm dieser Welt hat Platz auf einem Maiskorn) – das ist nicht viel und die Aussage beweist seine Bescheidenheit!
In der Vergangenheit lernte ich viel von der indigenen Bevölkerung Nordamerikas; eine indianische Weisheit sollte man – wie ich meine - immer beachten:

''Friede ist nicht nur das Gegenteil von Krieg, nicht nur der Zeitraum zwischen zwei Kriegen – Friede ist mehr. Friede ist das Gesetz des Lebens. Friede ist dann, wenn wir Recht handeln und wenn zwischen jedem einzelnen Menschen und jedem Volk Gerechtigkeit herrscht.''

Ich meine, mit diesen Forderungen und nach solchen Grundsätzen kann jeder gerechte Mensch mit Gemeinsinn leben ohne Angst haben zu müssen, dass "von den Kommunisten" Gefahren für den Staat, die Gemeinschaft und die Welt ausgehen!