2. Hamburger Veranstaltungsreihe Oktober – Dezember 2013

Montag, den 16. September 2013

Bürgerliche Herrschaft in der Krise


 

Veranstalter der Reihe ist das Bündnis „Kapitalismus in der Krise“, zu dem sich eine Reihe linker Organisationen zusammengefunden haben*. In der gut besuchten letztjährigen Reihe des Bündnisses standen die ökonomischen Ursachen der langanhalten Weltwirtschaftskrise im Mittelpunkt. In diesem Jahr geht es um die politischen Verwerfungen, um die dramatischen staats-, kriegs- und machtpolitischen Folgen der ökonomischen Krise nach innen und außen.

Für die Reihe konnten höchst kompetente Fachleute gewonnen werden. Zu den namhaftesten gehören der wissenschaftliche Mitarbeiter des Europaparlamentes und Buchautor Andreas Wehr, der Historiker, Journalist und Autor Dr. Ingo Niebel, Prof. Dr. Freerk Huisken, Jürgen Lloyd und Dr. Stefan Heinz.

Das Themenspektrum der Veranstaltungen reicht von

  • historischen Themen, wie der Volks und Einheitsfrontpolitik der Kommunistischen Internationale und der kommunistischen Gewerkschaftspolitik am Ende der Weimarer Republik
  • über aktuelle Tendenzen des Umbaus des bürgerlichen Staates, wie der Enteignung und dem Demokratieabbau unter deutscher Vorherrschaft im Rahmen der EU oder den Stationen des Staatsumbaus seit 1990
  • und Entwicklungstendenzen beim Rechtspopulismus und Faschismus, wie der Einordnung des modernen Rechtspopulismus
  • bis hin zu strategische Fragen des Antifaschismus heute, wie der Aktualität der faschistischen Gefahr und den besonderen Rollen von Nazis, Rechtspopulisten und bürgerlichem Staat

Die Reihe beginnt am 4. Oktober mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Bürgerliche Herrschaft in der Krise – Eine Herausforderung für die antifaschistische Bewegung?“. Moderiert von Andreas Grünwald diskutieren Hans-Peter Brenner (stellvertretender Vorsitzender der DKP), Sevim Dagdelen (Sprecherin für Migration und Integration der Fraktion DIE LINKE im Bundestag), Markus Bernhardt (Journalist und Autor von „Das braune Netz: Naziterror – Hintergründe, Verharmloser, Förderer“) und Susann Witt-Stahl (Journalistin und Autorin einer Kritik am bürgerlichen Antifaschismus) u.a. die Fragen:

In welchem Verhältnis stehen der Kampf gegen Neonazis und der Widerstand gegen die nach innen wie nach außen aggressiver werdende bürgerliche Herrschaft selbst zueinander?

Was folgt daraus für Stoßrichtung, Losungen und Wahl der Bündnispartner einer antifaschistischen Bewegung?

Die Reihe endet mit einem kulturellen Höhepunkt am 13. Dezember: Unter dem Motto von Erich Fried „Wer will dass die Welt so bleibt wie sie ist der will nicht dass sie bleibt“ präsentieren Rolf Becker und Peter Franke Literatur und Musik zu Faschismus und Widerstand.