Mahnwache in Buchholz

Dienstag, den 09. Juli 2013

Am Montag, 8.7.2013, fanden sich ca. 50 Personen am Buchholzer Bahnhof zu einer Mahnwache zusammen. Sie gedachten der Opfer des Nationalsozialismus, die auf der Strecke der heutigen Heidebahn ums Leben kamen.

Die 12 Freiwilligen des SCI-Workcamps, die aus sechs Ländern (Frankreich, Spanien, Süd- Korea, Deutschland, Bulgarien und Tschechische Republik) nach Heideruh gekommen waren, setzten sich zwei Wochen unter anderem mit dem Thema „Heidebahn im 3. Reich“ auseinander. Unterstützt wurden sie vom Antifaschistischen Jugendcamp, das zur Zeit in Heideruh stattfindet.

Sie beschäftigten sich dabei damit, dass tausende KZ-Häftlinge über die Strecke der Heidebahn deportiert wurden. Diese Züge deportierten die Häftlinge vom Konzentrationslager Neuengamme zum Konzentrationslager Bergen-Belsen, durchquerten dabei Buchholz und hielten auch dort.

Heutzutage wird oft vergessen/geleugnet, dass hunderte dieser KZ-Häftlinge in der unmittelbaren Nähe von Buchholz ermordet wurden oder noch in den Zügen starben.

Die Kundgebung beinhaltete drei Reden der TeilnehmerInnen des SCI-Workcamps und des antifaschistischen Jugendcamps, die sowohl in Deutsch, als auch in Englisch gehalten wurden. EunJi aus Süd-Korea machte deutlich wie wichtig eindeutige Zeichen gegen Faschismus und Krieg für das Erinnern sind. Höhepunkt der Mahnwache war die Enthüllung einer Gedenktafel, die nun für mindestens sechs Wochen vor dem Buchholzer Bahnhofsgebäude hängen soll.

Es wurde die Forderung erhoben, dass diese in Buchholz einzige Erinnerung an die Opfer des Faschismus durch die Genehmigung der Stadt auch darüber hinaus als Mahnung erhalten bleibt.

Dass niemals geschehe, was gestern geschah.

Heideruh e.V.