Schneebälle gegen Nazis

Montag, den 25. März 2013

600 bei antirassistischer Protestkundgebung am Samstag, 23. März '13 in Horn.

Die sogenannte „Bürgerbewegung Pro Deutschland“, die seit Wochen zu einer Kundgebung gegen die geplante Eröffnung einer Moschee in der ehemaligen Kapernaum-Kirche in Horn aufgerufen hat, kam mit elf Mitstreitern. Stephan Buschendorff, Funktionär der rassistischen „Bürgerbewegung“, hatte für den 23. März zu der Kundgebung mobilisiert. Um gegen diesen braunen Mob zu demonstrieren, hatten sich mehr als 600 Hamburgerinnen und Hamburger bei eisiger Kälte am Horner Weg/Sievekingsalle versammelt. Zu dieser Gegenaktion hatte das Hamburger Bündnis gegen Rechts mit einem Flyer aufgerufen, in dem es heißt: „Die Religionsfreiheit ist ein Grundrecht aller Menschen in Deutschland und entsprechende Gotteshäuser gehören dazu. Dieses Grundrecht werden wir gegen rassistische Angriffe verteidigen, unabhängig davon, ob wir selbst gläubig sind oder fundierte Kritik an Religionen haben“.

Das Schnee doch nützlich sein kann, bewiesen einige Demonstranten, die die Polizeiabsperrung durchbrachen und die Nazis mit Schneebällen bewarfen, was zur Folge hatte, das die sich zum Schutz in Polizeiautos flüchten mussten. Als auch ein Ausweichort für ihre Kundgebung schon von linken Gegendemonstranten besetzt war, ließen sich die Rechten unter Polizeischutz zur U-Bahn bringen.

 

„Im antimuslimischen Rassismus kehrt der altbekannte völkische Fremdenhass im neuen Gewand zurück“ , so der Flyer des Hamburger Bündnisses gegen Rechts. Die Propagierung dieses Rassismus wurde an diesem Samstag erfolgreich verhindert, und wird auch in Zukunft verhindert werden. Kein Platz für Nazis.