Vorplatz der S-Bahn-Station Landwehr in „Ramazan-Avci-Platz“ umbenannt

Donnerstag, den 03. Januar 2013

Vor 27 Jahren, am 21. Dezember 1985 wurde Ramazan Avci am S-Bahnhof Landwehr von Neonazis erst vor ein fahrendes Auto gehetzt und anschließend so brutal zusammengeschlagen, dass er wenige Tage später an seinen Verletzungen starb. Ramazan Avci war erst zwei Jahre zuvor aus dem Türkischen „Isparta“ mit seiner Frau nach Hamburg gekommen.

Dieser rassistische Mord war der Anlass für eine Demonstration, an dem sich im Januar 1986, Zehntausend Menschen beteiligten. Die fünf Täter wurden wegen Totschlags zu 1–10 Jahren Haft verurteilt.

25 Jahre nach dem Geschehen, gründeten die Witwe und der Sohn von Ramazan die „Initiative Ramazan Avci“, die 2010 eine erste Gedenkkundgebung durchführte. Die Hamburgische Bürgerschaft hatte 2012 die Namensgebung für den neuen Platz beschlossen. Am 19. Dezember 2012 war es dann soweit. Die Gedenktafel wurde im Beisein der zweiten Bürgermeisterin Dorothee Stapelfeld und des türkischen Generalkonsuls Devrim Öztürk offiziell enthüllt.

Vor dem Hintergrund der NSU-Morde wird wieder einmal deutlich, dass sich seit Jahrzehnten bis heute die Verbrechensspur der Neonazis durch das ganze Land zieht, und die NPD ist die Flasche aus der dieser braune Geist freigelassen wird. Zerstören wir die Flasche. Verbieten wir die NPD. Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen.