Man muss auch mal NEIN sagen können!

Dienstag, den 27. Oktober 2015

 

Kein Olympia in Hamburg!
 
 
 
Die DKP-Hamburg ruft auf zum
 
NEIN beim Referendum am 29. November 2015

 

 

Ein klares „Ja“ zum Sport und zur Olympischen Idee. Aber ein eindeutiges „Nein“ beim Referendum 29. November 2015 zur Olympiabewerbung in Hamburg.

 

Die Bewerbung und Ausrichtung der Olympischen Spiele richtet sich gegen die Interessen der Mehrheit der Hamburger Bevölkerung. Tiefe Verschuldung, fehlende Mittel im Kultur-, Bildungs- und Sozialbereich wären die Folge einer Bewerbung für die Spiele.

 

Olympia dient nicht der Förderung des Sports. Banken und Konzerne werden sich an den Investitionen im Vorfeld eine goldene Nase verdienen. Was hinterher aus den Sportstätten und der städtischen Infrastruktur wird interessiert sie nicht. Sie machen ihren Profit bereits in Planung und Vorbereitung.

 

Die DKP unterstützt die Initiative und die Aktivitäten der NOlympia-Plattform in Hamburg. Die zentralen Kritikpunkte an der Olympiabewerbung lauten:

 

1. Olympische Spiele sind eine Geldverbrennungsmaschine

 

Die vom Senat genannten 11,22 Milliarden Euro Kosten für Olympia reichen nicht aus. Bei früheren Olympischen Spielen sind die Kosten durchschnittlich um 130% gestiegen – die Stadt hat nur 40% einkalkuliert. Im Bundeshaushalt sind keine Mittel für Olympia in Hamburg eingestellt.

Sicher ist: Immobilen- und Eventindustrie werden an dem Spektakel verdienen. Das für Olympia ausgegebene Geld wird an anderer Stelle fehlen. Die aus Steuern finanzierten Kassen der Stadt, städtischer Unternehmen und des Bundes werden auf Jahrzehnte belastet sein

 

 

2. Olympische Spiele führen zu Turbo-Gentrifizierung

 

Die Spiele werden nicht für die Hamburger/innen veranstaltet, es geht um den „Wettbewerb der Metropolen.“ Der Senat will die Stadt zur Weltmarke machen. In London gab es Mietsteigerungen von bis zu 30 Prozent. Das wird hier genauso. Städtische Flächen werden an Konzerne abgegeben.

 

 

3. Olympische Spiele sind nicht nachhaltig

 

Es ist nicht möglich, nachhaltige Spiele zu machen. Das liegt an der Größe der Veranstaltung und an den Interessen des IOC: Nachhaltigkeit funktioniert nicht bei Spielen, die alle vier Jahre an einen anderen Ort wandern und immer größer werden. Riesige Bauvolumen, Flächenverbrauch, vervielfachter Flugverkehr – da ist Nachhaltigkeit nur eine Floskel.

 

 

4. Olympia im Hamburger Hafen gefährdet die dort Beschäftigten

 

Olympia im Hafen bedeutet für die Kolleginnen und Kollegen: Die Unternehmen werden die Verlagerung der Betriebe aus dem Osthafen zum Abbau von Arbeitsplätzen nutzen. Die Hamburger/innen werden sich viele Jahre lang durch eine Großbaustelle zur Arbeit kämpfen müssen. Einzige Gewinner werden Bodenspekulanten und Banken sein, die sich vor und nach Olympia an Hafenflächen goldene Nasen, u.a. durch den privaten Wohnungsbau verdienen.

 

5. Olympische Spiele schränken Freiheitsrechte ein

 

In London verschlang allein der Sicherheitsapparat 1,2 Milliarden Euro. Das von Hamburg vorgestellte „Sicherheitskonzept“ hält keiner Prüfung stand. Stacheldrahtzäune und Mauern um die Spielstätten, Videoüberwachung in Bussen, Bahnen und öffentlichen Plätzen, „Luftraumsicherung“ mitten in der Stadt wird es auch hier geben.

 

6. Olympische Spiele bedeuten Demokratieabbau

 

Das IOC ist eine an Skandalen reiche, korrupte Organisation ohne wirkliche Transparenz. Die Verträge, die mit den Gastgeberstädten abgeschlossen werden, sind Knebelverträge. Der Senat liefert die Stadt dem IOC und seinen Sponsoren wie etwa Coca Cola und McDonalds aus. Mitbestimmung bei der Stadtplanung wird vollends ausgehebelt. Die Stadt Hamburg gibt die Souveränität auf, die Bürgerinnen und Bürger werden entmündigt.

 

 

 

Das Geld für die Bewerbung und Durchführung der Olympischen Spiele in Hamburg darf nicht in den Rachen der Banken, Konzerne und des IOC geworfen werden. Es muss den Menschen in Hamburg zu Gute kommen im Sozial-, Bildungs-, Kultur- und Breitensportbereich.

 

 

Man muss auch mal NEIN sagen können!