Dort kämpfen wo das Leben ist

Samstag, den 12. März 2016

Veranstaltung der DKP Hamburg zum Internationalen Frauentag

Bild NN © DKP-Hamburg

„Die Emanzipation der Frau wie die des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein. Nur in der sozialistischen Gesellschaft werden die Frauen wie die Arbeiter in den Vollbesitz ihrer Rechte gelangen.“ 1910 beantragte die hier zitierte Clara Zetkin zusammen mit anderen Frauen auf der sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen, in allen beteiligten Ländern einen Frauentag durchzuführen.

Bild NN © DKP-Hamburgn

Seit 1911 findet dieser Internationale Frauentag am 8. März statt. Die DKP Hamburg hat in diesem Jahr schon am 6. März zu einer politischen Kulturveranstaltung eingeladen in der sie sich mit Frauen in Arbeitskämpfen beschäftigte. Inhaltlich ging es zum einen um die Situation von Arbeitsmigrantinnen, die in privaten Haushalten angestellt sind, zum zweiten wurde über die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern berichtet. Zum Einstieg wurde der Trailer des Dokumentarfilms „Dringend gesucht – Anerkennung nicht vorgesehen. Hausangestellte erstreiten sich ihre Rechte“ gezeigt. Der Film begleitet zwei Hausangestellte, die vor Gericht ziehen, um ihre Rechte gegenüber ihren Arbeitgebern einzuklagen. Und er zeigt Aktivist*innen in Amsterdam, die öffentlich Anerkennung und Rechte einfordern und dafür die Organisation United Migrant Domestic Workers gegründet haben. Fast alle Mitglieder sind Hausangestellte ohne Papiere. Ein Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion um Arbeit in privaten Haushalten.

Wir hatten eine der Regisseurinnen zugast, die über die Entstehung des Films berichtet hat.

 

Bild NN © DKP-Hamburg

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um die Situation in den Krankenhäusern. Kolleginnen aus dem Gesundheitsbereich haben hier aus ihren Alltag und ihren Erfahrungen berichtet. Benachteiligt sind Frauen oft bei den Vertragslaufzeiten und sie leiden öfter unter Stellenstreichungen in den Krankenhäusern, Auch über die Alltagshürden einer Schwangerschaft konnte eine Kollegin sehr eindrucksvoll berichten. Das der Arbeitsdruck zu Entsolidarisierung führt wurde auch hier bestätigt. Um so wichtiger ist es im Gesundheitswesen für mehr Personal zu kämpfen. Hervorgehoben wurde der Kampf der Kolleg*innen der Charité Berlin um Mindestpersonalbemessungen. Hier sind Ansätze zur Verbesserung unserer Lebensbedingungen für die wir gemeinsam kämpfen müssen.

 

 

Abgerundet wurde dieser Sonntagnachmittag durch die manchmal nachdenklich und manchmal kämpferischen Lieder einer Sängerin , die sonst im Duo Sokugayu, an diesem Tag aber alleine mit ihrer Gitarre zu ihren Liedern spielte.

Dort kämpfen, wo das Leben ist!

 

Begrüßungsrede zur Frauentagsveranstaltung der DKP Hamburg am 6. März 2016 als pdf