Fiete Schulze

Donnerstag, den 21. April 2016

Fiete Schulze

* 21. Oktober 1894 in Schiffbek

† 6. Juni 1935 Hamburg

Am 6.Juni 1935 wurde Fritz Karl Franz Schulze - besser bekannt als Fiete - im Untersuchungsgs im Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis in Hamburg durch die faschistische Justiz hingerichtet. Die weltweiten Proteste und Solidaritätsbewegungen konnten den Justizmord an dem Hamburger Antifaschisten und Kommunisten nicht verhindern.

Fiete hatte sich schon in früher Jugend in Gewerkschaft und Partei für die Rechte der arbeitenden Klasse organisiert, und diesem Kampf blieb er sein ganzes Leben lang treu.

Durch den Verrat eines Spitzels konnte der bekannte Antifaschist am 16.April 1933 verhaftet werden. Im Stadthaus wurde er schwer gefoltert, über zwei Jahre in Untersuchungshaft gehalten und dann vor Gericht gestellt. Während der Verhandlung übermalten Antifaschisten nachts die Straßenschilder des Sievekingplatzes und nannten ihn in Fiete Schulze Platz um. Als im Prozess das Urteil fiel – dreifache Todesstrafe und 260 Jahre Zuchthaus – rief Fiete in den Saal: „Es wird einen Kämpfer weniger geben! Aber siegen werden wir trotzdem“.

Was Fiete Schulze charakterisiert waren seine Entschlossenheit und Unerschrockenheit, seine Solidarität, sein Internationalismus, sein Erfindungsreichtum, seine unverbrüchliche Liebe zur Arbeiterklasse und zur Sowjetunion. Er war ein Mensch, der sich voll und ganz dem Kampf um Befreiung widmet, der danach strebt, alle Verhältnisse abzustreifen, die die Klasse und damit jeden einzelnen niederhalten. Das spricht sowohl aus seinem politischen Wirken, als auch aus seinen persönlichen Beziehungen.