Pressemitteilung

Sonntag, den 08. Mai 2016

Proteste gegen Bundeswehr beim Hafengeburtstag 2016
 
Bündnis Bildung ohne Bundeswehr (BoB) entert
Fregatte „Brandenburg“ und „Cap San Diego“

Quelle: bildungohnebundeswehr.blogsport.de/

Am Samstag, den 07. Mai 2016 haben rund 50 AntimilitaristInnen mit vielfältigen Aktionen gegen den Auftritt der Bundeswehr im Rahmen des 827. Hamburger Hafengeburtstag an der Überseebrücke protestiert.

Eine Gruppe AktivistInnen enterte während des „Open-Ship“-Besuchsprogramms die Fregatte „Brandenburg“ der deutschen Marine mit einem Transparent. Dieses trug die Aufschrift „War starts here“. Vor der Gangway wurde die Schiffsaktion von einer weiteren Gruppe mit einem Transparent mit dem Slogan „Let's stop it here – Bildung ohne Bundeswehr“ unterstützt. Sprechchöre wie „Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt“ und Aktionstheater haben die Aktivitäten vor Ort begleitet.  

Einige Stunden später wurde ein 2x5m großes Transparent mit demselben Slogan wie auf der Fregatte „Brandenburg“ von der Reling der „Cap San Diego“ herunter gehängt, dem großen Museumsschiff des Hamburger Hafens. Das Schiff stand von Land aus direkt vor den Militärbooten. Auch diese Aktion wurde wie zuvor bei der Fregatte von weiteren AktivistInnen am Boden begleitet. Informationsmaterial und rote Farbe wurden verteilt. Auf einem weiteren Transparent war zu lesen: „Bundeswehrauftritte stoppen! Kein Werben fürs Sterben!“

Quelle: bildungohnebundeswehr.blogsport.de/


 
Mit den Kaperungen wurden die DemonstrantInnen an Land unterstützt, die sich zu einer Kundgebung des Hamburger Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr (BoB) am Eingang zur Überseebrücke eingefunden hatten. „Wir wollen die Werbung um Aufmerksamkeit, öffentliche Akzeptanz für Militarismus und deutsche Kriegseinsätze und um potentielle neue RekrutInnen für den Dienst an der Waffe nicht hinnehmen“, sagte die Sprecherin des Bündnisses Denise Wilken.
 
„Wie in den Jahren zuvor wirkt die Bundeswehr mit ihrer Beteiligung am Hafengeburtstag auf eine Militarisierung der Zivilgesellschaft hin, die wir nicht akzeptieren können und wollen“, erklärte Wilken weiter. „Die Bundeswehr macht auf dem Hafenfest alljährlich Reklame für den Kriegsdienst und für die Kriege, die von deutschem Boden aus für deutsche Interessen von Wirtschaft und Politik geführt werden.“ Zur Zeit ist die Bundeswehr mit 17 Auslandseinsätzen, u.a. mit 1.200 SoldatInnen in Syrien, teilweise völkerrechtswidrig in Bürgerkriegsgebieten an Verwüstung und Tod beteiligt.
 
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