Donnerstag, den 27. April 2017   
Dienstag, den 07. März 2017

DKP-Hamburg-Nord:


Zu Weihnachten 2016 erlebten die Mieter der SAGA-Altbauwohnungen Straßburger Str. 16 – 34 , sowie Bredstedter-, Dithmarscher-, Schwansen- und Elsä ser Straße eine böse Überraschung. Sie erhielten eine Mitteilung zur Modernisierung und die Ankündigung einer Mieterhöhung, der sie bis zum 5.1.17 zustimmen sollten.

 Diese Maßnahme kam überraschend, weil erst vor knapp zehn Jahren ausgiebig renoviert wurde ( Einbau von Duschen, Schallschutzfenster, Wärmedämmung, neuer Anstrich und Anbringung von Balkonen).

Wenn eine Modernisierung ansteht, müssen alle Mieter drei Monate vorher umfassend informiert werden. Das hat die SAGA nicht getan. 

 Das Haus Dithmarscher Str. 51 wurde bereits Ende Januar vor Ablauf der 3-Monats-Frist eingerüstet. Auch hat die SAGA die Mieter nicht über ihre Rechte informiert, so z.B. auf das Recht zu einer Mietminderung auf Grund der Belästigung durch Lärm und Dreck während der Bauarbeiten. Die SAGA verlangt die Zustimmungsunterschrift zur Modernisierung und damit verbundener Mieterhöhung vorab innerhalb von 14 Tagen, obwohl sie über die genaue Höhe der Mieterhöhung nicht informiert, diese könne erst nach Abschluss der Bauarbeiten berechnet wer- den. Die Miete solle alle 2-3 Jahre steigen, bis der Kredit abgezahlt ist, ab dem siebten Jahr beträgt dann die Miete 8,50 € p. qm. Laut mündlicher Aussage der SAGA soll dann die Miete für Bestandsmieter nicht mehr steigen. Dies ist jedoch nirgendwo schriftlich zugesichert, weil nämlich dann der Mietenspiegel die Höhe der Miete reguliert. Daher ist es wichtig, dass es für alle Bestandsmieter eine schriftliche Garantie gibt.

Schon 8,50 € + 3,25 € Betriebskosten machen bei 70 qm 822,50 €. Dies ist für viele Mieter nicht mehr tragbar, so dass sie ihre Wohnungen nicht mehr halten. Bei einem durchschnittlichen Einkommen von 1100 € netto führt diese „Mo- dernisierung“ zur Vertreibung von Ge- ringverdienern, Kleinrentnern und Hartz IV Beziehern. Offensichtlich ist eine „Aufwertung“ des Stadtteils durch Verdrängung dieser Mieter beabsichtigt. Übrigens, der Vermieter darf laut „Mieter helfen Mietern“ nicht kündigen, wenn die Unterschrift verweigert wird. 

 Käthe Chr..

Aus Nordlichter Ausgabe März 2017


Klick mich