Samstag, den 24. Juni 2017   
Freitag, den 14. April 2017

Eine Schule für alle


Die Bürgerinitiative „Gute Inklusion für Hamburger Schüler und Schülerinnen“ hat binnen weniger Wochen mehr als 10 000 Unterschriften gesammelt.

Wir Kommunisten unterstützen diese Kampagne ebenfalls. Sie fordert vor allem eine bessere Ausstattung der Schulen und deutlich mehr Personal vor allem im Bereich der Inklusion.  

Zu Recht wird darauf hingewiesen, dass Inklusion sich nicht allein auf Kinder mit gesondertem Förderbedarf beziehen darf. „Gute, inklusive Schule nutzt die Chancen einer umfassenden Inklusion: Geschlecht, Behinderung, Begabung, Sprache und Kultur sind allesamt Schätze unserer sich verändernden Gesellschaft“.

 Bereits in den 20er Jahren forderte die KPD „Eine Schule für alle“. Ziel ist es, allen Jugendlichen, vor allem auch aus dem Bereich der Arbeiterschaft, eine weitergehende Bildung zu ermöglichen. Die Gesamtschulen waren ein erster Schritt, obwohl daneben immer das gegliederte Schulwesen bestand. Hier konnte durch gezielte Förderung zahlreichen Schülern ein besserer Schulabschluss vermittelt werden. Mit der Einführung der Stadtteilschulen, die sich anders als die Gesamtschulen als Teil des gegliederten Schulwesens verstehen müssen, wurde dieser Versuch beendet. Die Stadtteilschulen sind zu „Restschulen“ verkommen. Die Hamburger Lehrerzeitung der GEW fragt, ob Schüler auf den Stadtteilschulen „abgestempelt“ seien.

 Der Run auf die Gymnasien nimmt zu, alle die es nicht schaffen, die nach der 6. Klasse vom Gymnasium auf die Stadtteilschule zurückgestuft werden, haben Angst um ihre Zukunft.

 Gleichzeitig werden die Anforderungen immer höher geschraubt. „Fordern“ nicht „Fördern steht im Mittelpunkt. Mit zahlreichen Tests wird der Leistungsdruck erhöht. Es wird auswendig gelernt und abgefragt.

 Das hat nichts mit einer Schule zu tun, in der die Entwicklung der Fähigkeiten der Schüler im Mittelpunkt steht. Wir wollen eine Erziehung und Bildung zu Menschen, die sich und die Welt erkennen und diese bewusst gestalten können. Dazu müssen sie eigene Positionen entwickeln und zu selbständigem und kritischem Lernen angeregt werden, so dass sie in diesem Prozess selbständige Persönlichkeiten werden.

 Das heißt auch, dass Schüler an der Gestaltung des Unterrichts und bei der Bestimmung der Lerninhalte mitwirken. Das Zwei-Säulen Modell ist offensichtlich gescheitert, ebenso wie das Abitur nach zwölf Jahren.

 Wir bleiben bei unserer Forderung :

„Eine Schule für alle“.

 Von Udo Spengler, Gesamtschullehrer i.R. Kandidat auf der Landesliste der DKP-Hamburg zu den Bundestagswahlen

Wir diskutieren dazu mit ihm auf der Veranstaltung der DKP-Hamburg-Nord:

Bildungspolitische Überlegungen der DKP für Hamburg

Dienstag, 2. Mai Bürgerhaus Langenhorn 19 Uhr,

Tangstedter Landstr. 41 (gegenüber U-Bahn Langenhorn-Markt).

 

 

 

 

 


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