Pflegenotstand stoppen

Mittwoch, den 09. Mai 2018

 Pflege statt Profite

 Bild NN © Linksfraktion Hamburg

Ein höheres Einkommen, vor allem mehr Personal, um keine Nacht mehr allein auf Station zu sein, um im schlimmsten Fall eben nicht mehr entscheiden zu müssen wem geholfen und wer liegen gelassen wird. Die Forderungen der Pflegekräfte und ihrer Gewerkschaft verdi leuchten allen Menschen, mit denen wir bis dato gesprochen haben, unmittelbar ein. Auch Patienten und ihre Organisationen haben ihre Geschichten von Warteschlangen und Überlastung, falscher Medikamentierung und Hilflosigkeit zu erzählen, auch sie fordern: mehr Pflegekräfte. Zusammengeschlossen mit vielen anderen, unter anderem der Verbraucherschutzzentrale haben sie sich hier im "Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus". Dieses Bündnis hat unter anderem die Volksinitiative für mehr Personal gestartet und im ersten Schritt bereits beinahe 30.000 Unterschriften gesammelt.

 

Fast alle können zustimmmen? Nun, das gesetzlichen Krankenkassen, der neue Gesundheitsminister Jens Spahn und die deutschen Krankenhausgesellschaft, Propagandisten und gesetzliche Durchsetzer von Privatisierung und Deregulierung des Gesundheitssystems sind sie die, die den Pharmakonzernen und Krankenhausmonopolen die staatlichen Gelder, also die Steuergelder der Arbeiterklasse zuschieben. Sie sind die, die den anderen Kapitalisten mit dem einfrieren des "Arbeitgeberanteils" das Geldsäckel schonen, um umso heftiger in unseres hineinzugreifen. Als Arbeiter, als Pflegekräfte wie als Patienten stehen uns diese Leute gegenüber.

 Bild NN © Linksfraktion Hamburg

Das wurde bei dieser Aktion des Bündnisses vor der Deutschen Krankenhausgesellschaft sehr plastisch, zeitgleich mit anderen Aktionen in Berlin, Bremen und an anderen Orten zogen hier die Pflegekräfte, angeführt von den KollegInnen aus der Berliner Charité, gefolgt von den KollegInnen aus dem Saarland und unterstützt von den Hamburger Pflegekräften, Ärzten und Patienten die Gegenseite, nämlich das Krankheitsministerium und seinen Chef Jens Spahn, die deutsche Krankenhausgesellschaft und die Vereinigung der Krankenkassen nebst der Phama-Lobby durch die Gegend. Sicher musste Forderung um Forderung heute spielerisch erkämpft werden, und es war durchaus auch anstrengend. Aber das ist ja nun in der Realität auch nicht anders.

  Bild NN © Linksfraktion Hamburg


Wir als DKP kämpfen als Teil dieser Pflegebewegung an ihrer Seite. Auch an dieser Aktion haben wir uns beteiligt. Es ist gute Tradition der Arbeiterbewegung niemanden alleine zu lassen. Auch – und schon gar nicht nachts auf Station. Die nächste Aktion kommt bestimmt. Meldet euch beim zentralen Bündnis https://de-de.facebook.com/pflegenotstandhamburg/ oder bei der DKP-Gruppe in eurer Nähe.