Macht Farmsen sich Luft ? oder nur der örtliche "Bürgerverein"?

Montag, den 25. März 2013

Unter der Überschrift „Farmsen macht sich Luft“ berichtet die Zeitung „Markt“ über den Plan des Senats, Flüchtlingsunterkünfte in Farmsen zu errichten (Auf dem Foto befindet sich eins der dafür vorgesehenen Häuser). Dagegen empört sich nicht die Bevölkerung, sondern der „örtliche Bürgerverein“, unterstützt vom CDU-Ortsvorsitzenden Olaf Böttger. Der hat angeblich nichts gegen Asylbewerber. „Allerdings muss auch Rücksicht benommen werden auf die Belange der Menschen, die im Stadtteil zu Hause sind“.

 

Was für Belange? 350 neue SAGA-Wohnungen auf dem Gelände wären in Ordnung, 330 Wohnungen für Flüchtlinge dagegen sind Massenunterkünfte, und die „lehnen wir auf das Entschiedenste ab“ Und mit dem angeblichen, aber unbelegten Zitat von „Bezirk und Senat“ (?) über den „geringsten Widerstand der Anwohner“ versucht Böttger, eben diesen „Widerstand“ zu mobilisieren. Damit fördert er Fremdenfeindlichkeit und fischt im Trüben, am rechten Rand der Bevölkerung.

Nachtrag: am 21.02.2013 hat die Bezirksversammlung in Wandsbek beschlossen, das auf dem Gelände des ehemaligen Pflegeheim Farmsen, Unterkünfte für 318 Flüchtlinge und Obdachlose geschaffen werden sollen. Die Entscheidung sieht eine Befristung bis 2016 vor. Auch die Betreuung der zukünftigen Bewohner durch geschultes Personal muss gewährleistet sein, so die Bezirksversammlung. Ein Vorschlag für einen zweiten Standort für die Flüchtlingsunterbringung war der „Volksdorfer Grenzweg“