Gedenken II

Montag, den 25. März 2013


Gedenkkundgebung zum 70. Jahrestag

Für die Mitglieder der antifaschistischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ in Volksdorf

Am 23. Februar 2013 versammelten sich wieder zahlreiche Menschen am „Weiße Rose“ Gedenkstein in Volksdorf zu einer Kundgebung, um den antifaschistischen Widerstand der Gruppe in München und Hamburg zu würdigen.

Vor 70 Jahren am 22.02.1943 wurden Hans und Sophie Scholl und Christoph Propst in München Stadlheim hingerichtet. Wenige Wochen später folgten Todesurteile gegen Alexander Schmorell, Willy Graf und Kurt Huber. Für die einzelnen Mitglieder der Weißen Rose war es nicht selbstverständlich, sondern ein langer und widerspruchsvoller Weg, der sie schließlich zum aktiven Widerstand gegen die Nazidiktatur führte. In ihren Flugblättern wandten sie sich gegen den von Deutschland begonnenen Krieg, verbunden mit der Frage, warum die Mehrheit der Deutschen diesen unterstützte und die Verbrechen widerstandslos zulasse. Das führte zu der zentralen Forderung, die Mitschuld nicht mehr zu dulden sondern selbst Aktiv zu werden.

In Hamburg bildete sich ein Zweig der Weißen Rose um die Familie Leipelt aus Wilhelmsburg. Mitglieder der Gruppe waren Heinz Kuscharski, Greta Rothe, Traute Lafrenz und Marie Louise Jahn. Im Herbst 1943 wurden die Mitglieder der Hamburger Gruppe von der Gestapo verhaftet. Hans Leipelt wurde zum Tode Verurteilt, die anderen kamen in Haft oder KZ ums leben.

1977 wurde auf Beschluss des Ortsausschusses Walddörfer die Aufstellung eines Gedenksteins beschlossen.

Die Kundgebung wurde von der VVN/BdA veranstaltet.