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      Montag, den 08. August 2016
51 Schulleiter_innen von 59 Hamburger Stadtteilschulen haben sich in der vergangenen Woche an den Schulsenator und an die Öffentlichkeit gewandt und für eine „gute, inklusive Schule“ geworben. Wir Kommunistinnen und Kommunisten unterstützen diesen Appell nachdrücklich.

Es muss endlich Schluss sein mit der Fehlkonstruktion des sogenannten Zwei-Säulen-Modells im Hamburgischen Schulwesen. Als die zur Resteschule verkommene Hauptschule 2009 von der schwarz-grünen Koalition abgeschafft wurde, war schon klar, dass ökonomische wie demokratische Gründe für eine möglichst lange gemeinsame Beschulung aller Schülerinnen und Schüler sprachen. Aber um das Bildungsprivileg des gehobenen Bürgertums und der Möchtegern-Aufsteiger aus der Mittelschicht zu sichern, wurde das Gymnasium erhalten und die Gesamtschule abgeschafft.

Das Schreiben der Schulleiter_innen weist noch einmal darauf hin, dass die längst widerlegten, aber trotzdem immer wiederholten Argumente von den Vorteilen eines gegliederten Schulwesens nun auch durch die integrative Arbeit der Stadtteilschulen widerlegt worden sind. „Die für unsere Schulform ermittelten Lernzuwächse“, schreiben sie, „die erreichten Abschlüsse, das soziale Engagement der Schulen und die zahlreichen Bildungspreise für herausragende Talente sind Zeugnis dieser guten Schulen.“ Aber die Stadtteilschulen sollen nicht nur die Inklusion, sondern auch die Beschulung der Flüchtlingskinder alleine lösen, während sich die Gymnasien dieser Aufgabe fast vollständig entziehen. Die Stadtteilschulen werden in eine absurde Konkurrenz mit den Gymnasien gebracht, die die Stadtteilschulen unter den gegebenen Bedingungen nicht gewinnen können. Es ist Zeit für einen ganz neuen Denkansatz!

Zu Recht weisen die Schulleiter_innen darauf hin, dass Inklusion sich nicht allein auf Kinder mit besonderem Förderbedarf beziehen darf. „Gute, inklusive Schule nutzt die Chancen einer umfassenden Inklusion: Geschlecht, Behinderung, Begabung, Sprache und Kultur sind Schätze unserer sich verändernden Gesellschaft“, heißt es in dem Schreiben.

Liegt es daran, dass der Schulsenator selbst Gymnasiallehrer ist und nur in den Kategorien des traditionellen Schulwesens denken kann? Er doktert mit untauglichen Einzelmaßnahmen an der aus dem Ruder laufenden Entwicklung des Hamburgischen Schulwesens herum. Das Gymnasium entwickelt sich gegen den Willen seiner Protagonisten und ohne ein angemessenes pädagogisches Konzept zum Hauptträger des allgemeinen Schulwesens und die Stadtteilschule verkommt zur neuen Resteschule.

Das offenkundige Scheitern des Zwei-Säulen-Modells hat breite Kreise der an Bildung interessierten Öffentlichkeit für eine neue Diskussion über ein modernes, demokratisches Schulwesen mobilisiert.

Wir rufen dazu auf, die Initiative „Eine Schule für alle!“ neu zu beleben.

 

Sammelbetriebsgruppe Bildung der DKP Hamburg

      Dienstag, den 02. August 2016
Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,

wir gedenken heute hier 4 Menschen, die im Kampf gegen den Faschismus ihr Leben verloren haben. Sie wurden ermordet, nicht weil sie eine Straftat begangen hatten, sondern weil sie sich der faschistischen Diktatur bereits in ihrem Aufbau widersetzten.

Die Demonstration am 17.Juli 1932 von 7.-8.000 SA und SS-Männern aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Altona selbst war eine gezielte Provokation der Faschisten gewesen. Es ging darum, die von Arbeiterinnen und Arbeitern bewohnten Viertel, in denen nach wie vor, auch 1932 noch, vorwiegend rot gewählt und vor allem gelebt wurde, anzugreifen und aufzulösen. Und es ging darum, mit einer gezielten Eskalation, die sozialdemokratische Regierung in Preußen zu Fall zu bringen. Die Demonstration und die zu erwartende Eskalation sollte deutlich machen, dass die Polizei Preußens nicht in der Lage sei, die innere Sicherheit aufrecht zu erhalten und so ein Eingreifen des Reichspräsidenten in Preußen rechtfertigen, um dort die Regierung abzusetzen und der NSDAP in den Sattel zu verhelfen. Dies geschah auch 3 Tage später. Mit Preußen und der dortigen 90.000 Mann starken Polizei war somit eine der letzten wichtigen Bastionen gefallen, die die Machtübernahme der Faschisten durch konsequentes Handeln hätte verhindern können.

      Sonntag, den 26. Juni 2016

Pressemitteilung des DKP-Parteivorstandes, 24. Juni 2016:

Das andere „Nein“ zur EU – DKP begrüßt Brexit-Entscheidung

Nachdem Angela Merkel am Freitag Mittag ihre Stellungnahme zum Brexit abgegeben hatte, sagte der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele:
„Angela Merkel ist enttäuscht. In ihrer Stellungnahme zum Brexit-Referendum am Freitag Mittag verkündete sie, man solle dafür sorgen, ,dass die Bürgerinnen und Bürger konkret spüren können, wie sehr die Europäische Union dazu beiträgt, ihr persönliches Leben zu verbessern.‘ Die arbeitenden Menschen in Europa spüren konkret, wie das imperialistische Staatenbündnis EU dazu beiträgt, ihr Leben zu verschlechtern. Spardiktat und Abschottung, Demokratieabbau und Kriegspolitik: Die EU ist ein Werkzeug der Banken und Konzerne. Deshalb begrüßt die DKP die Entscheidung der britischen Wähler, die EU zu verlassen. Dabei sehen wir natürlich auch die rechten Kräfte im Brexit-Lager. Sie haben die sozialen Probleme benutzt, um Angst vor Flüchtlingen zu schüren. Diese Kräfte sind und bleiben unsere Gegner. Wir sind mit dem anderen Nein verbunden: Dem Kampf für einen linken EU-Austritt, dem ,Nein‘ zur EU als ,Ja‘ zur internationalen Solidarität, dem ,Leave‘-Votum, das eine soziale Politik fordert. Dieses andere ,Nein‘ zur EU zeigt eine Alternative zur asozialen Politik der EU und zur rassistischen Hetze der Rechten.“

      Donnerstag, den 02. Juni 2016

Bäderland Hamburg: Wellness-Oase statt Freibad

Freibad Ohlsdorf Ende der 1960er Jahre

Eintrittsreis für Kinder 50 Pfennig

Bild Archiv UW © DKP-Hamburg

Bäderland Hamburg entfaltet zur Zeit eine rege Bautätigkeit: Während das Freibad Ohlsdorf samt dem von Fritz Schumacher entworfenen Umkleidegebäude gerade abgerissen wird, wurde im Januar In Eimsbüttel die fast 9 Millionen teure Kaifu-Soletherme mit einem Eintrittspreis von 2l € eröffnet. Statt als städtisches Unternehmen einen preisgünstigen und gesunden Freizeitspaß für alle anzubieten, schielt Bäderland auf die Brieftaschen der Gutverdiener; die allerdings sowieso meist schon Mitglied in teuren Fitnesscentern sind. 

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