Sonntag, den 26. März 2017   

Die 1968 gegründete DKP steht in der Tradition der KPD, die Adenauer zwölf Jahre zuvor verbieten ließ. Das Ende des Sozialismus in Europa war auch für uns ein tiefer Einschnitt, von dem wir uns allmählich wieder berappeln. Die DKP hat heute in Ost und West knapp 5000 Mitglieder, in den letzten Jahren nimmt die Zahl der Neueintritte vor allem Jüngerer zu. Ziel der DKP ist letztlich eine sozialistische Welt, in der Ausbeutung und Krieg abgeschafft sind. Die DKP-Hamburg engagiert sich dazu in zahlreichen Bündnissen, Foren und Initiativen, z.B. dem Hamburger Bündnis gegen Rechts (HBgR) und, weil auch wir nicht alles immer so "bierernst" nehmen, an der Vorbereitung eines der letzten nicht-kommerziellen Straßenfeste in Hamburg, dem Methfesselfest.

Historisches

Die Partei von Karl Marx und Friedrich Engels war bis 1914 die SPD. Sie war revolutionär, wollte den Sozialismus. Dann stimmten ihre Reichstagsabgeordneten für den Krieg, mit dem Kaiser-Deutschland die Welt erobern wollte. Millionen von Menschen, Arbeiter, die sich vorher von der SPD vertreten fühlten, die sich vorher gelobten, gemeinsam einen Krieg verhindern zu wollen, kamen im mörderischen Gemetzel auf den Schlachtfeldern um. Eine neue, eine Antikriegs-, eine revolutionäre Partei musste her. So gründete sich 1919 die KPD.  Aber die Rache der reaktionären Kräfte wurde bitter. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wurden ermordet, die November-Revolution mit Billigung von Ebert und Noske zerschlagen. In der Weimarer Republik war die KPD eine starke Kraft. Im Hitlerfaschismus  ging sie in den Untergrund, leistete erbitterten Widerstand, tausende wurden umgebracht. Im Kalten Krieg unter Adenauer gab es wieder  Verfolgungen,  Urteile, Gefängnis, Parteiverbot. 1968 gründete sich die DKP. Kernaussage ihres Programms: Der Kapitalismus, in dem die großen Konzerne und Großbanken alles entscheiden, in dem nur der Profit bestimmt, richtet letztlich die Menschheit zugrunde. Dieses System produziert Kriege, Arbeitslosigkeit, Armut, soziale Unsicherheit und Lebensängste, Umweltkatastrophen. Statt alle Menschen zu ernähren, was möglich wäre, wachsen  Armut, Hunger, Elend und Krankheiten. Das ist nur zu stoppen,  wenn die Macht der Konzerne zurückgedrängt und schließlich beseitigt wird. Das wäre dann Sozialismus. Der Weg dahin wird aber lang sein. Und die Mehrheit der Menschen muss ihn gehen wollen,  gemeinsam erkämpfen, aktiv tragen und gestalten. Das alles klingt kühn, wir halten es aber für möglich. Daher unser Optimismus. Aber vorher, heute also, gilt es Widerstand zu leisten gegen Sozialabbau, Arbeitsplatzvernichtung, Privatisierung, Abbau der demokratischen Rechte, gegen Rechts, die stärker werdenden Nazis.

 

Ernst Thälmann

Ernst Thälmann wurde am 16. April 1886 in Hamburg geboren. Das persönliche Leben Thälmanns und seiner Familie ist eng mit Hamburg verbunden – was das politische und wirtschaftliche Establishment der Stadt aber am liebsten vergessen und verschweigen würde. Er wurde hier geboren, ging hier zur Schule, lebte hier mit seiner Frau und seiner Tochter. Von 1919 bis 1933 gehörte er der Hamburgischen Bürgerschaft an. Am 3. März 1933 fiel er den Faschisten in die Hände, bis Hitler und Himmler am 14. August 1944 seine Ermordung festlegten. Vier Tage später wurde er im KZ Buchenwald erschossen. Viel wissenwertes erfährt man in der Gedenkstätte Ernst Thälmann.



 

Was Unterscheidet uns von anderen Linken

Es gibt Kräfte, die den Kommunismus anstreben. Es gibt Kräfte, die den Kapitalismus abschaffen wollen, ohne genau zu wissen, was danach kommt. Und es gibt Kräfte, die den Kapitalismus nur ein wenig "sozialer" machen wollen.Die DKP hat ein klares Profil und ein klares Ziel.Sie ist keine "Partei der Beliebigkeiten". Wir sagen klar, dass der Kapitalismus und der Sozialismus nicht vereinbar sind. Wir sagen eindeutig, nur durch die Überwindung des Privateigentums an Produktionsmitteln und die Errichtung der politischen Macht der Lohnarbeiterinnen –und Arbeiter kann eine neue Gesellschaft geschaffen werden. Wir sind als Kommunistinnen und Kommunisten deshalb einseitig parteilich, d.h. wir nehmen ausschließlich die Interessen der Lohnarbeiter und Lohnarbeiterinnen sowie aller anderen von den Kapitalisten/Unternehmern unterdrückter Menschen wahr.

Programm der DKP



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